Ein spannender Befund kommt aus einer großen japanischen Beobachtungsstudie mit mehr als 81.000 Mutter-Kind-Paaren: Kinder von Schwangeren, die häufiger staubsaugten, Futons lüfteten und Anti-Milben-Bezüge nutzten, zeigten im Alter von 18 Monaten bis 3 Jahren seltener Anzeichen von Entwicklungsverzögerungen — und je häufiger gereinigt wurde, desto niedriger war das gemessene Risiko (Springer). Gemessen wurde also nicht „Intelligenz“, sondern ob Kleinkinder in typischen Entwicklungsschritten wie Sprache, Motorik oder sozialem Verhalten auffällig waren. Das könnte bedeuten, dass eine geringere Belastung durch Hausstaub, Milben oder Allergene in der Schwangerschaft hilfreich ist. Es beweist aber noch nicht, dass Putzen selbst die Ursache war: Familien, die häufiger reinigen, könnten sich auch in anderen wichtigen Punkten unterscheiden, etwa bei Einkommen, Wohnsituation oder allgemeiner Gesundheitsvorsorge.